Es war ein handelsüblicher Tag
als Herrn von Runkenstein eine Subraum-SMS
aus einer weit entfernten Galaxie erreichte
sowohl räumlich als auch zeitlich
und in welcher ihm mitgeteilt wurde
dass die von ihm bestellte Klonarmee
jetzt einsatzbereit wäre
und er sie jederzeit abholen könne
oder dass sie gegen Aufpreis
auch ins Haus geliefert werden würde
Besagter Herr von Runkenstein
konnte sich zunächst nicht daran erinnern
jemals eine Klonarmee bestellt zu haben
doch ein Blick in alte Unterlagen
belehrte ihn eines besseren
da er dort jenen Bestellschein fand
in dem er eine 1,5 Millionen Mann starke Klonarmee
samt Zubehör orderte
Bei einem kurz darauf folgenden Truppenbesuch
stellte Herr von Runkenstein fest
dass 1,5 Millionen in Reih und Glied stehende Runkenstein-Klone
zwar ein sehr befremdlicher Anblick waren
doch der Vorteil einer solchen Militärmacht
sollte sich bereits beim Vorgang
der Rechnungsbegleichung herausstellen
als Herr von Runkenstein den Befehl gab
eben jene Kreaturen
welche die Rechnung überreichten
zu beseitigen
was ein durchaus übliches Mittel für militärische Befehlshaber darstellte
welche nicht das entsprechende Kleingeld
für ihre Truppen und Zubehör aufbringen konnten
und deshalb zur Anwendung von Gewalt
geradezu gezwungen wurden
Zurück in der eigenen Galaxie
und mit 1,5 Millionen Klonen
samt Zubehör im Gepäck
stand Herr von Runkenstein anschließend vor dem Problem
wo er eben jene Klone
und Zubehör
bis zu einem möglichen Einsatz unterbringen solle
löste dieses Problem aber umgehend
da ihm einfiel
dass er zwar über eine Garage verfügte
aber kein eigenes Fahrzeug vorweisen konnte
und somit über genug freien Raum verfügte
um seine Klone unterzubringen
welche sich über die Unterbringung keineswegs beschwerten
da sie eine durchaus disziplinierte Version
des Herrn von Runkenstein darstellten
und sowohl als Soldaten als auch als Runkenstein-Gen-Träger
sehr flexibel auf neue Situationen reagieren konnten
Als nächstes stellte sich die Frage
was Herr von Runkenstein mit seinen Klonen
und Zubehör
anfangen sollte
denn es passiert natürlich nicht alle Tage
dass man von einem Moment auf den anderen
über eine Militärmacht verfügt
welche man sowohl gegen alljährliche Krötenwanderungen
als auch gegen Verkehrsstaus
Wühlmäuse
Nacktschnecken
Kaltwetterfronten
Navy Seals
Klingelmännchen
Rentner
Juckreiz
Messerstecher
Alkoholiker
Popstars
Teenstars
Schlaglöcher
Buckelwale
Dichtensäcks
Knubbel in den Socken
extraterrestrische Invasoren
und wahrscheinlich auch alles andere
was zwischen hier und nicht hier existiere
ins Feld führen konnte
Herr von Runkenstein erstellte eine Liste
mit Freund und Feind
sozusagen eine FF-Liste
wenn man sich diesen mittelmäßigen Wortwitz erlauben darf
und spielte dann für eine Weile mit dem Gedanken
mal wieder die Weltherrschaft zu erlangen
was ihm nun wirklich keiner verdenken konnte
da mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jeder Mensch
der über eine ebenso große Militärmacht verfügte
zwanghaft auf den Gedanken kommen musste
die Weltherrschaft zu übernehmen
da sich eben diese geradezu anbot
wenn man über eine Militärmacht
von bereits erwähnten Ausmaßen verfügte
Herr von Runkenstein jedoch
entschied sich aber gegen die Option der Weltherrschaft
da diese sehr wahrscheinlich mit einem enormen Arbeitsaufwand
verbunden sein würde
man denke nur an den Papierkram
der für die Unterdrückung von fast 8 Milliarden Menschen
unabdingbar war
und erhöhte dann seine Militärpräsenz
in der unmittelbaren Nachbarschaft
was die meisten Nachbarn aber nicht weiter störte
da sie derartige Aktionen des Herrn von Runkenstein
bereits gewohnt waren
Wenig später traf eine weitere Subraum-SMS an
es war bereits die zweite an jenem Tag
in welcher Herr von Runkenstein gefragt wurde
ob er denn so freundlich wäre
seine Klon-Steuern zu bezahlen
wenn er dies nicht wolle
wäre das natürlich auch kein Problem
da man nicht daran denke
sich mit Klonarmeen anzulegen
Der Absender jener SMS
war das interstellare Finanzamt
was Herrn von Runkenstein daran erinnerte
das außerhalb der Erde genug Arbeit für eine Klonarmee
und Zubehör
zu erwarten war
woraufhin Herr von Runkenstein zu dem Entschluss kam
seine Klonkrieger in die unendlichen Weiten des Universums auszusenden
und ihnen den Auftrag gab
jeden Planeten zu erobern
der erobert werden konnte
und nicht eher zurückzukehren
bevor sich nicht mindestens 51% der Galaxie
auch als Milchstraße bekannt
unter der Kontrolle von Runkenstein-Klonen befindet
was jenem Orginal-Runkenstein
nicht nur die Klone kurz- bis langfristig vom Hals hielt
sondern ihm auch die Möglichkeit gab
eines Tages legaler Besitzer vieler Millionen Planeten
und Sklavenvölker zu werden
was man wohl kaum mit der Herrschaft
über einen einzigen Planeten vergleichen kann
dessen Oberfläche zu 72 Prozent aus Wasser besteht
und damit für Lungenbesitzer wohl kaum
ein lohnenswerter Besitz sein könnte
auch unter Berücksichtigung der Tatsache
das eben jene Lungenbesitzer
zu einem fast ähnlichen Prozentanteil aus Wasser bestehen
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