Nachdem Herr von Runkenstein den Wald betreten
und einen Baum gefunden hatte
der seiner Anforderung entsprach
senkrecht im Boden zu stehen
holte Herr von Runkenstein
einen explosiven Biber hervor
welche in dem Ruf stehen
Bäume mit Hilfe von Sprengstoffgürteln zu fällen
was bei den Bauarbeiten für einen großen Damm
mitunter zum Verlust
der gesamten Population führen kann
weshalb die Logik gebietet
dass der explosive Biber
die einzige Spezies neben dem Menschen ist
welche sich selbst ausrotten wird
was auf eine extrem hohe Intelligenz
oder zu geringe Geburtszahlen hinweist
Besagter Biber jedoch
lehnte jetzt lässig an einem Baumstamm
und beobachtete das verschwinden
des zweibeinigen Individualorganismus
genannt Runkenstein
was dem Testobjekt zunächst zu einer
niedergeschlagenen Stimmungslage
und anschließend zu einer
ausgewachsenen Depression verhalf
was unweigerlich zur Explosion
des pelze-tragenden Nagetiers führte
dessen Druckwelle nicht nur
besagten Baumstamm
zu Sägemehl zerbröselte
sondern auch dem darüber wachsenden Baum
in eine horizontale Lage verhalf
sowie die deformierten Biber-Gene
in die nähere Umgebung verteilte
und dadurch in mehreren Waldmäusen
drei Amseln
und einem Fuchs
das Verlangen weckte
in kurz- bis langfristiger Zukunft
die eigenen Eingeweide großflächig zu verteilen
und das persönliche Ableben gegebenenfalls
mit einer politischen Botschaft zu verbinden
Eben jene Botschaft
hatte der Biber zu seinem eigenen Bedauern
nicht zu verkünden
weil er für Herrn von Runkenstein
lediglich feststellen sollte
ob eben dieser das Geräusch
eines umfallenden Baumes hören könnte
wenn er gar nicht anwesend wäre
wie es der Volksmund behauptet
der schon des öfteren der Lüge überführt wurde
Das Ergebnis des Experimentes
überraschte Herrn von Runkenstein
da er nicht das geringte Geräusch
eines umfallenden Baumes hören konnte
nachdem die Explosion des Suizid-Bibers
ein nahegelegenes Waldgebiet
in Schutt und Asche legte
was die Weisheit des Volksmunds
wieder einmal voll bestätigen sollte
Von der Öffentlichkeit unbeachtet
blieb jedoch die steigende Angst
der lokalen Tierwelt
vor Anschlägen mit atomaren
biologischen
und chemischen Massenvernichtungswaffen
deren Existenz bewiesen
aber Aufenthaltsort weiterhin unbekannt ist
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