RUNKENSTEIN.DE - Neues aus Absurdistan

Literatur aus den unbekannten Gefilden des Verstands:
lustig und absurd, surreal und ungewohnt






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HvR#71
Herr von Runkenstein hat nicht GEZahlt

Als es eines Tages klingelte
vor der Tür eine ominöse Figur Gestalt annahm
und sich als Mitarbeiter der GEZ zu erkennen gab
glaubte Herr von Runkenstein zunächst
nichts befürchten zu müssen
da er neben dem öffentlichen Privatfernsehen
nur noch die Privatsender seines Privatsatelliten
empfangen konnte
was ganz klar bedeutete
dass er es nicht nötig hatte
über minderwertiges Staatsfernsehen
auch nur nachzudenken
geschweige denn Sehnerven und Gehörgänge
damit zu belasten
Der bereits erwähnte GebührenErpressungsZwerg
sah das jedoch völlig anders
und gab sich davon überzeugt
dass es für Herrn von Runkenstein
mit Hilfe eines verrosteten Nagels
nicht nur theoretisch möglich wäre
öffentlich-rechtliche Sender zu empfangen
sondern davon auszugehen war
dass Herr von Runkenstein genau dies
auch heimlich tat
wenn er sich von der GEZ unbeobachtet fühlte
wie es nach GEZ-internen Vermutungen
in den meisten Familien traditionell üblich ist
Da der hauptberufliche GlingElputZer
mit einer solchen Reaktion gerechnet hatte
verlangte er kurz darauf einen Beweis dafür
dass Herr von Runkenstein keine Renterkanäle
empfangen konnte
worauf Herr von Runkenstein im Gegenzug einen Beweis
für die Vernichtung der GEZ-Massenvernichtungswaffen
verlangte
welchen der GEZ-Bevollmächtigte
natürlich nicht vorlegen konnte
was den zufällig anwesenden UNO-Dies-Und-Das-Inspekteur
brennend interessierte
und zum anlaufen diverser bürokratischer Vorgänge führte
Tags darauf
wurde die Gebühreneinzugszentrale
durch einen präventiv-vorbeugenden Angriffskrieg bedroht
was Herr von Runkenstein jedoch nur rein zufällig
aus der Tagesschau erfuhr


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