Kaum hatte Herr von Runkenstein die Phase des Tiefschlafes erreicht
als er feststellen musste
dass er sich jetzt nicht einfach entspannen konnte
sondern mit der Aufgabe konfrontiert war
die Flucht vor einem Monster zu ergreifen
welche dadurch erschwert wurde
dass in jenem Traum eine normale Vorwärtsbewegung
schier unmöglich zu sein schien
was man bei Träumen jedoch schon zum guten Ton zählen kann
Als er sich damit abfand
dass der Boden kein handelsüblicher Boden war
beschloss er stattdessen
das Monster mit dessen Hässlichkeit zu konfrontieren
musste jedoch überrascht feststellen
dass jenes Monster nicht an Minderwertigkeitskomplexen
wegen eines entstellten Äußeren litt
wie er es von allen anderen Monstern kannte
die er bisher kennengelernt hatte
sondern seine Bezeichnung am wenigsten verdient hatte
da es zwar auf den ersten Blick ein übliches Monster war
dessen Aussehen jedoch so schnell aus dem Gedächnis verschwunden war
wie ein Unfall mit anschließender Amnesie
was äußerst nachteilhaft sein sollte
wenn man es darauf anlegt
in grauenhafter Erinnerung zu bleiben
Auch war es dem Selbstbewußtsein der Schreckenskreatur
nicht gerade förderlich
dass Herr von Runkenstein sich einfach umdrehte
und nichts tat
was logischerweise dazu führte
dass auch das Monster nichts weiter tun konnte
als abzuwarten
Teebonbons zu lutschen
und darauf zu hoffen
dass der seltsame Besucher möglichst bald wieder aufwachte
und hoffentlich nie wieder käme
was jedoch ein frommer Wunsch bleiben sollte
da sich Herr von Runkenstein kurz darauf umdrehte
ein Foto schoss
und dem verdutzten Profi-Erschrecker versprach
jenes Bild heimlich
auf die Innenseiten von Happy-Meal-Tüten drucken zu lassen
sofern jene Kreatur verspräche
sich zukünftig an seine Zielgruppe zu halten
und hart arbeitende Menschen friedlich schlafen zu lassen
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